Oldtown Malchow | Monastery Malchow

  • Die ehemalige Schmiede auf dem historischen Lageplan | 1884

Klosterschmiede

Die heute vorhandene Gebäudegruppe bildete sich um die 1851 errichtete Schmiede, was sich an den eisernen Zahlen am Giebel ablesen lässt. Das Gebäude links des Tores stand bereits, es ist schon auf einem Lageplan von 1848 eingezeichnet, auf dem der gerade fertiggestellte Erddamm zur Inselstadt Malchow eingetragen ist. In den Jahren danach ist die Wegeführung verändert worden, so dass das Krankenhaus, das am alten, näher am Ufer gelegenen Weg stand, „in die zweite Reihe“ geriet.

Der Stadtplan von 1884 zeigt die Gebäude, die auf der historischen Postkarte der Zeit um 1900 zu erkennen sind. Wie das Wohnhaus links, das kurz vor 1848 erbaut wurde, und die Schmiede von 1851 ist auch das wenige Jahre danach errichtete Gebäude rechts mit einem eher flach geneigten Ziegeldach gedeckt. Alle drei Gebäude haben die gleiche Dachneigung von etwa 36 Grad und vollkommen ebene Dachflächen ohne die sonst übliche Schweifung über der Traufe. Der Architekt hat hier eine besondere Dachkonstruktion angewandt, bei der die Sparren direkt auf die Mauerkrone des Drempels geführt werden. Die Dachlasten werden im Inneren über schräg gestellte Sparrenknechte auf die Dachbalken abgeleitet. Die Fußpunkte der Sparren und der Sparrenknechte sind mit zwei hölzernen Bohlen („Zangen“) verbunden. Diese Holzkonstruktion hat der Architekt offenbar mit Rücksicht auf die von ihm gewünschte Giebelgestaltung gewählt. Auffällig ist auch der Schornsteinkopf, der die Schmiede erheblich überragt.

Das Gebäude rechts mit weiß getünchten Wänden und einem Giebelfeld in Fachwerk mit Backsteinausfachungen kann aufgrund seiner Öffnungen als Pferdestall beschrieben werden. Das Gebäude links mag von Anfang an ein Wohnhaus gewesen sein.

Das Areal ist mit einer durchbrochenen Mauer und kräftigen Pfeilern gegenüber dem Straßenraum abgegrenzt. Die Einfahrt wird von dekorativ gemauerten Pfeilern gerahmt. Der Eindruck ist mehr der einer geschlossenen Hofanlage als der eines öffentlichen Weges.

Während die Wohnhäuser und das Krankenhaus heute kaum noch als historische Bauwerke zu erkennen sind, ist die Schmiede vor einigen Jahren so umgebaut worden, dass die ursprüngliche architektonische Idee wieder sichtbar wurde. Die Architekturformen und Baudetails weisen es – wie die Klosterkirche – als Bauwerk des Architekten und ranghöchsten Baubeamten des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, Friedrich Wilhelm Buttel (1796–1869), aus.

Wie bei den meisten Bauwerken wurden auch an der Schmiede über viele Jahrzehnte Veränderungen so vorgenommen, dass gewünschte Funktionen mit verfügbaren Materialien ohne Betrachtung der Architektur oder der Geschichte des Gebäudes umgesetzt wurden. Erst mit denkmalpflegerischem Blickwinkel wurde unterschieden zwischen historisch bedeutsamen und damit erhaltungswürdigen Bereichen auf der einen Seite und störenden Bauelementen sowie Schäden und Mängeln auf der anderen Seite. So wurden alle erkennbaren oder über Bildquellen überlieferten ursprünglichen Öffnungen der im veränderten Gebäude enthaltenen architektonischen Idee entsprechend wieder hergestellt. Fehlende oder stark beschädigte Backsteine wurden im gleichen Format und in passender Farbe ergänzt, die Fugen in einem passenden Mörtel nachgefugt. Die drei ursprünglich offenen Arkaden wurden mit neuen Fensterelementen mit dunklen Rahmen versehen, um den Charakter von Öffnungen in der Fernwirkung zu erzielen. Die großen Fensterelemente ermöglichen eine üppige Belichtung des Wohnraumes in der ehemaligen Vorlaube der Schmiede. Besonders erfreulich ist auch, dass die gesamte Schmiedeeinrichtung im Inneren funktionsfähig erhalten ist und bei besonderen Anlässen auch in alter Funktion genutzt werden kann.

Da die Dachneigungen aller drei Gebäude auf der historischen Fotografie der Zeit um 1900 gleich sind, die Giebelzier am Pferdestall rechts der am Heckenwärterhaus in Serrahn ähnelt und die Einfriedungsmauer „typisch Buttel“ ist, kann die gesamte Baugruppe um die Schmiede als städtebauliche Anlage auf Friedrich Wilhelm Buttel zurückgeführt werden.

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Die heute vorhandene Gebäudegruppe bildete sich um die 1851 errichtete Schmiede (mit eisernen Zahlen am Giebel datiert). Das Gebäude links des Tores stand bereits, es ist auf einem Lageplan von 1848 eingezeichnet, auf dem der gerade fertiggestellte Erddamm zur Inselstadt Malchow eingetragen ist. In den Jahren danach wurde die Wegeführung verändert, so dass das Krankenhaus, das am alten, näher am Ufer gelegenen Weg stand, „in die zweite Reihe“ geriet.

Der Stadtplan von 1884 zeigt die Gebäude, die auf der historischen Postkarte der Zeit um 1900 zu erkennen sind. Wie das Wohnhaus links, das kurz vor 1848 erbaut wurde, und die Schmiede von 1851 ist auch das wenige Jahre danach errichtete Gebäude rechts mit einem eher flach geneigten Ziegeldach gedeckt. Alle drei Gebäude haben die gleiche Dachneigung von ca. 36 Grad und vollkommen ebene Dachflächen ohne die sonst übliche Schweifung über der Traufe. Der Architekt hat hier eine besondere Dachkonstruktion angewendet, bei der die Sparren direkt auf die Mauerkrone des Drempels geführt werden. Die Dachlasten werden im Inneren über schräg gestellte Sparrenknechte auf die Dachbalken abgeleitet. Die Fußpunkte der Sparren und der Sparrenknechte sind mit zwei hölzernen Bohlen („Zangen“) verbunden. Diese Holzkonstruktion hat der Architekt offenbar mit Rücksicht auf die von ihm gewünschte Giebelgestaltung gewählt. Auffällig ist auch der Schornsteinkopf, der die Schmiede erheblich überragt.

Das Gebäude rechts mit weiß getünchten Wänden und einem Giebelfeld in Fachwerk mit Backsteinausfachungen kann aufgrund seiner Öffnungen als Pferdestall angesprochen werden. Das Gebäude links mag von Anfang an ein Wohnhaus gewesen sein.

 Das Areal ist mit einer durchbrochenen Mauer und kräftigen Pfeilern gegenüber dem Straßenraum abgegrenzt. Die Einfahrt wird von dekorativ gemauerten Pfeilern gerahmt. Der Eindruck ist mehr der einer geschlossenen Hofanlage als der eines öffentlichen Weges.

Während die Wohnhäuser und das Krankenhaus heute kaum noch als historische Bauwerke zu erkennen sind, ist die Schmiede vor einigen Jahren so umgebaut worden, dass die ursprüngliche architektonische Idee wieder sichtbar wird. Die Architekturformen und Baudetails weisen es – wie die Klosterkirche – als Bauwerk des Architekten und ranghöchsten Baubeamten des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, Friedrich Wilhelm Buttel (1796-1869), aus:

Wie bei den meisten Bauwerken wurden auch an der Schmiede über viele Jahrzehnte Veränderungen so vorgenommen, dass gewünschte Funktionen mit verfügbaren Materialien ohne Betrachtung der Architektur oder der Geschichte des Gebäudes umgesetzt wurden.

Erst mit denkmalpflegerischem Blickwinkel wurde unterschieden zwischen historisch bedeutsamen und damit erhaltungswürdigen Bereichen auf der einen Seite und störenden Bauelementen sowie Schäden und Mängeln auf der anderen Seite. So wurden alle erkennbaren oder über Bildquellen überlieferten ursprünglichen Öffnungen der im veränderten Gebäude enthaltenen architektonischen Idee entsprechend wieder hergestellt.

Fehlende oder stark beschädigte Backsteine wurden im gleichen Format und in passender Farbe ergänzt, die Fugen in einem passenden Mörtel nachgefugt. Die drei ursprünglich offenen Arkaden wurden mit neuen Fensterelementen mit dunklen Rahmen versehen, um den Charakter von Öffnungen in der Fernwirkung zu erzielen. Die großen Fensterelemente ermöglichen eine üppige Belichtung des Raumes in der ehemaligen Vorlaube der Schmiede. Besonders erfreulich ist auch, das die gesamte Schmiedeeinrichtung im Inneren funktionsfähig erhalten ist und bei besonderen Anlässen auch in alter Funktion genutzt wird.

Da die Dachneigungen aller drei Gebäude auf der historische Fotografie der Zeit um 1900 gleich sind, die Giebelzier am Pferdestall rechts der am Heckenwärterhaus in Serrahn ähnelt und die Einfriedungsmauer „typisch Buttel“ ist, kann die gesamte Baugruppe um die Schmiede als städtebauliche Anlage auf Friedrich Wilhelm Buttel zurückgeführt werden.

Klosterschmiede

Die heute vorhandene Gebäudegruppe bildete sich um die 1851 errichtete Schmiede, was sich an den eisernen Zahlen am Giebel ablesen lässt. Das Gebäude links des Tores stand bereits, es ist schon auf einem Lageplan von 1848 eingezeichnet, auf dem der gerade fertiggestellte Erddamm zur Inselstadt Malchow eingetragen ist. In den Jahren danach ist die Wegeführung verändert worden, so dass das Krankenhaus, das am alten, näher am Ufer gelegenen Weg stand, „in die zweite Reihe“ geriet.

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Der Stadtplan von 1884 zeigt die Gebäude, die auf der historischen Postkarte der Zeit um 1900 zu erkennen sind. Wie das Wohnhaus links, das kurz vor 1848 erbaut wurde, und die Schmiede von 1851 ist auch das wenige Jahre danach errichtete Gebäude rechts mit einem eher flach geneigten Ziegeldach gedeckt. Alle drei Gebäude haben die gleiche Dachneigung von etwa 36 Grad und vollkommen ebene Dachflächen ohne die sonst übliche Schweifung über der Traufe. Der Architekt hat hier eine besondere Dachkonstruktion angewandt, bei der die Sparren direkt auf die Mauerkrone des Drempels geführt werden. Die Dachlasten werden im Inneren über schräg gestellte Sparrenknechte auf die Dachbalken abgeleitet. Die Fußpunkte der Sparren und der Sparrenknechte sind mit zwei hölzernen Bohlen („Zangen“) verbunden. Diese Holzkonstruktion hat der Architekt offenbar mit Rücksicht auf die von ihm gewünschte Giebelgestaltung gewählt. Auffällig ist auch der Schornsteinkopf, der die Schmiede erheblich überragt.

Das Gebäude rechts mit weiß getünchten Wänden und einem Giebelfeld in Fachwerk mit Backsteinausfachungen kann aufgrund seiner Öffnungen als Pferdestall beschrieben werden. Das Gebäude links mag von Anfang an ein Wohnhaus gewesen sein.

Das Areal ist mit einer durchbrochenen Mauer und kräftigen Pfeilern gegenüber dem Straßenraum abgegrenzt. Die Einfahrt wird von dekorativ gemauerten Pfeilern gerahmt. Der Eindruck ist mehr der einer geschlossenen Hofanlage als der eines öffentlichen Weges.

Während die Wohnhäuser und das Krankenhaus heute kaum noch als historische Bauwerke zu erkennen sind, ist die Schmiede vor einigen Jahren so umgebaut worden, dass die ursprüngliche architektonische Idee wieder sichtbar wurde. Die Architekturformen und Baudetails weisen es – wie die Klosterkirche – als Bauwerk des Architekten und ranghöchsten Baubeamten des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, Friedrich Wilhelm Buttel (1796–1869), aus.

Wie bei den meisten Bauwerken wurden auch an der Schmiede über viele Jahrzehnte Veränderungen so vorgenommen, dass gewünschte Funktionen mit verfügbaren Materialien ohne Betrachtung der Architektur oder der Geschichte des Gebäudes umgesetzt wurden. Erst mit denkmalpflegerischem Blickwinkel wurde unterschieden zwischen historisch bedeutsamen und damit erhaltungswürdigen Bereichen auf der einen Seite und störenden Bauelementen sowie Schäden und Mängeln auf der anderen Seite. So wurden alle erkennbaren oder über Bildquellen überlieferten ursprünglichen Öffnungen der im veränderten Gebäude enthaltenen architektonischen Idee entsprechend wieder hergestellt. Fehlende oder stark beschädigte Backsteine wurden im gleichen Format und in passender Farbe ergänzt, die Fugen in einem passenden Mörtel nachgefugt. Die drei ursprünglich offenen Arkaden wurden mit neuen Fensterelementen mit dunklen Rahmen versehen, um den Charakter von Öffnungen in der Fernwirkung zu erzielen. Die großen Fensterelemente ermöglichen eine üppige Belichtung des Wohnraumes in der ehemaligen Vorlaube der Schmiede. Besonders erfreulich ist auch, dass die gesamte Schmiedeeinrichtung im Inneren funktionsfähig erhalten ist und bei besonderen Anlässen auch in alter Funktion genutzt werden kann.

Da die Dachneigungen aller drei Gebäude auf der historischen Fotografie der Zeit um 1900 gleich sind, die Giebelzier am Pferdestall rechts der am Heckenwärterhaus in Serrahn ähnelt und die Einfriedungsmauer „typisch Buttel“ ist, kann die gesamte Baugruppe um die Schmiede als städtebauliche Anlage auf Friedrich Wilhelm Buttel zurückgeführt werden.

Erddamm

Wäsche

Krankenhaus

Schmiede

Bollwerk und Promenade

Klosterkirche

Pastorat

Kreuzganghof

Refektorium

Dormitorium

Haus der Domina

Mauergarten

Damenplatz

Reihenhäuser der Konventualinnen | 1

Haus des Küchenmeisters

Reihenhäuser der Konventualinnen | 2

Amtshaus

Gefängnis

Stallreihenhäuser
und Wirtschaftshof

Engelscher Garten

Klosterfriedhof

Friedhofskapelle

Gräberfeld der Konventualinnen

Remise und Stellmacherei

Erddamm

 

Wäsche

  

Krankenhaus
  

Klosterschmiede
  

Bollwerk und
Promenade

Klosterkirche
Mecklenburgisches Orgelmuseum

Pastorat
Mecklenburgisches Orgelmuseum

Kreuzganghof
 

Refektorium
Kunstmuseum 

Dormitorium
Klostermuseum (im Aufbau)

Haus der
Domina

Mauergarten
  

Damenplatz
 

Reihenhäuser der
Konventualinnen | 1 (Haus 3)

Haus des
Küchenmeisters (Haus 4)

Reihenhäuser der
Konventualinnen | 2 (Haus 5)

Amtshaus
   

Gefängnis
    

Stallreihenhäuser
und Wirtschaftshof

Engelscher
Garten 

Klosterfriedhof
  

Friedhofskapelle
  

Gräberfeld
der Konventualinnen  

Remise - Heimatmuseum
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